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Sommer am See: ein perfekter Tag auf Bazzario-Art

Kein Wecker, Frühstück dort, wo du gerade bist, der See, solange er noch ein Spiegel ist, und die goldene Stunde am Strand. Ein Sommertag am Lavarone-See.

Bazzario · 4 Min. Lesezeit · 25. Juli 2026

Es gibt Orte, die man organisieren muss, und Orte, die man in Ruhe lassen sollte. Der Lavarone-See gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Der Sommer will hier keinen Zeitplan: Du lässt ihn geschehen, und am Abend stellst du fest, dass du viel mehr gemacht hast als geplant — nur in einem anderen Tempo.

Morgen: das Licht ist vor dem Wecker da

Die Zimmer schauen mit Absicht auf den See. Das ist keine Prospektsprache: Es heißt, dass dich das Licht weckt, das auf dem Wasser die Farbe wechselt, und nicht ein Alarm. Der Körper braucht einen Tag, vielleicht zwei, dann stellt er sich selbst um — und der Wecker bleibt ungenutzt im Koffer.

Das Frühstück kommt dorthin, wo du bist: ins Bett, auf den Balkon, ans Ufer. Kaffee, Brot, Joghurt mit den Beeren der Hochebene — Himbeeren, Heidelbeeren, Ribisel, wenn sie Saison haben — und das, was die Küche an diesem Morgen backen wollte. Es gibt keine Frühstückszeit einzuhalten, und genau darum geht es.

Das erste Bad, solange das Wasser still liegt

Wenn du einen Moment nicht verpassen solltest, dann diesen. Früh, bevor das Ufer sich füllt: Das Wasser ist ein Spiegel, kalt genug, um dich richtig zu wecken, und der Steg ist gleich da. Der Lavarone-See macht keine Wellen. Er macht Ruhe.

Wer lieber geht: Die Runde um den See beginnt buchstäblich vor der Tür — rund zwei Kilometer, fast durchgehend eben, eine gute halbe Stunde ohne Eile, mit Stegen und Spiegelungen. Die Wanderung, die dir sagt, wo du bist, noch bevor du gefrühstückt hast.

Mittag: der Wald oder der Korb

Wenn die Sonne hoch steht, gibt es nur eine vernünftige Entscheidung: Schatten suchen. Und Schatten heißt hier Fichten- und Buchenwald, nicht Sonnenschirm.

Ein paar Minuten entfernt liegt Il Respiro degli Alberi, der Atem der Bäume: ein Weg zeitgenössischer Kunst durch den Wald von Lavarone, mit Skulpturen aus Naturmaterialien, alle um denselben Gedanken gebaut — der Baum als Sinnbild des Lebens. Sie sind nicht für die Ewigkeit: Der Wald holt sie sich zurück, und jeden Sommer kommen neue dazu. Etwa zweieinhalb Kilometer, mit der seltenen Eigenschaft, bei allem die Lautstärke herunterzudrehen.

Die Alternative ist der Picknickkorb, den du beim Hinausgehen im Bistro abholst: Almplatte, Tortel di Patate — der Trentiner Kartoffelkrapfen, den du danach wieder bestellst — Brot und Obst der Saison. Gegessen wird am Ufer oder im Bienengarten direkt am See, am Prombis-Weg, einem von vier Gärten des Bienenwegs der Alpe Cimbra.

Nachmittag: der Strand, und der Hund kommt mit

Der Bau Beach ist aus einer einfachen Frage entstanden: Warum sollte der Hund daheim bleiben? Schirme, Liegen, flaches Wasser, Schatten und Platz zum Laufen. Die Regeln sind wenige — Leine, wo sie sein muss, ein bisschen Rücksicht — und der Rest ist Zeit, die langsamer vergeht als sonst.

Jetzt schlägst du endlich das Buch auf, das du mitgebracht hast, gehst ein zweites Mal ins Wasser und machst das Nickerchen, das nicht geplant war.

Goldene Stunde, und dann reicht es

Gegen Abend wechselt der See den Beruf: vom Spiegel zur Lampe. Das Licht fällt, das Wasser nimmt die Farbe des Himmels an, und für eine gute halbe Stunde ist der Ort fast unanständig schön. Ein Spritz aus dem Bistro, die Füße im Wasser, und der Lake Mode schaltet sich von selbst ein.

Dann Abendessen ohne Eile, das Dunkel, das über den Wald kommt — und dir fällt auf, dass der perfekte Tag nie einen Plan hatte. Er hatte nur genug Zeit.

Go wild for a while. Das Schöne ist hier zu Fuß erreichbar.

Zeiten und Öffnungszeiten ändern sich mit der Jahreszeit: Vor jeder Wanderung lohnt ein Blick auf die offiziellen Karten der Alpe Cimbra. Wir sind am See, mit fertigem Frühstück und einem Napf Wasser für alle, die auf vier Beinen unterwegs sind.

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